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Prüfungsverfahren

Als erstes sollten Sie die folgenden Fragen klären: Was ist die bisherige Kilometerleistung? Was war bisher schon mal kaputt und was wurde bereits ausgewechselt? Und mit welchen Öl wurde der Motor bisher befüllt?

Ein Test der Kompression gibt nur einen Anhaltspunkt für den Zustand des Motors. Und dieser Anhaltspunkt kann manchmal zu Fehldiagnosen führen. Der einzige wirklich sichere Test ist ein Dichtigkeitstest der Zylinder. Dieser Test erlaubt es am besten die Bedingungen im Motor nachzustellen und sollte für jeden Turbospezialisten ein Muss sein.

Sollte irgendein Motorproblem gefunden werden, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass dieses Problem Einfluss auf den Turbolader hatte. Deshalb ist die Untersuchung dieser Probleme Bedingung dafür weitere Schäden zu vermeiden. Weitere Spezialwerkzeuge zur Diagnose sind von Turbo Dynamics erhältlich.

Empfohlene Methode zur Turbolader-Inspektion (im Fahrzeug)

Die Untersuchung des Turboladers ist aufgrund der Einbauposition manchmal nicht  möglich. Kann man das Gerät allerdings ausbauen sind einige interessante Diagnosen möglich.

VORSICHT! Niemals die Hand oder Finger in der Nähe des Kompressor Rades oder Lufteinlasses bringen. Der Sog dort kann die Hand oder Finger in das drehende Rad saugen und schwere Verletzungen verursachen.

  1. Entfernen Sie das Gehäuse zwischen Luftfilter und Lufteinlass des Kompressors
  2. Untersuchen Sie das Rad auf Schäden durch Fremdkörper. Manchmal ist hierbei eine Lampe hilfreich. Schauen Sie besonders auf die Anströmkante, ob dort Einschläge oder Abrieb zu sehen sind. Dann prüfen Sie die Flügel beginnend an den äußeren Enden, bis hin zum Mittelpunkt auf der gesamten Fläche. Abgeflachte Ecken oder Verschleiß am Profil des Gehäuses sind dafür ein gutes Zeichen. Natürlich sollte man das am Turbinen-Rad wiederholen, allerdings ist es kaum möglich hier etwas zu sehen, selbst wenn man die Downpipes abbaut.
  3. Dann drehen Sie das Rad mit der Hand und prüfen, ob es hängt oder hakelt. Drücken Sie die Achse in eine Richtung und prüfen Sie auf Abrieb.
  4. Prüfen Sie auf Spiel in der Lagerung, sowohl in der Radial- als auch Axial-Richtung. Beabsichtigte Toleranzen können bei der Technik von Turbo Dynamics erfragt werden. Das Spiel der Axial-Richtung ist normalerweise zwischen 0,03 mm und 0,1 mm – was kaum fühlbar ist. Auf der Radialseite ist es mit einer Toleranz von 0,3 mm bis 0,6 mm fühlbar. Allerdings erlaubt diese „Manuelle Prüfung“ keine wirkliche Diagnose, das ist nur mit einer Messuhr möglich. Sollte aber, in egal welcher Richtung, ein großes Spiel feststellbar sein, dann ist ein sofortiger Service unumgänglich.
  5. Ist keines dieser Fehlerbilder feststellbar, dann kann man davon ausgehen, dass der Turbolader in Ordnung ist.