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Turbo Talk - Allgemeine Definition

A/R

A/R ist die Beschreibung der Geometrie aller Kompressor- und Turbinenräder. Die Erhöhung des A/R am Kompressor-Rad optimiert die Leistung für die Anwendung mir geringem Ladedruck. Die Änderung der Turbinen A/R hat verschiedene Effekte. Vergrößert man die Turbinen A/R baut sich der Ladedruck erst bei höheren Drehzahlen auf, gleichzeitig steigt der Ladedruck und das Wastegate wird erst später geöffnet. Auch gibt es weniger Gegendruck und die Hubraumleistung steigt. Im gleichen Maß gibt es einen Leistungszuwachs.

Stopfgrenze

Als Stopfgrenze bezeichnet man die Linie auf der rechten Seite des Kompressor-Kennfeldes. Diese Linie repräsentiert die Fließgrenze. Wenn ein Turbo diese Grenze weit übersteigt, dann erhöht sich der Drehzahl des Laders extrem, seine Wirksamkeit nimmt aber aufgrund der sich entwickelnden Temperaturen ab. Gleichzeitig wird der Lader extrem belastet und die Haltbarkeit gefährdet. 

CHRA

Center housing rotating assembly – Das CHRA ist der komplette Turbolader ohne Kompressor, Turbinen-Gehäuse und Unterdruckdose.

Gekürzte Turbinenflügel (Rückwärts gekrümmte Schaufelenden)

Wenn die Flügel eines Turbinenrades nach hinten gekrümmt sind (auslassseitig), dann nennt man das Rad gekürzt. Kürzen der Turbinenflügel verbessert die Kapazität des Rades in dem es den Staudruck reduziert. Auf der anderen Seite wird aber die Leistung des Rades bei geringen Geschwindigkeiten erheblich verringert. Dadurch kommt der Lader erst bei höheren Drehzahlen auf Leistung (das Turboloch wird größer). Hochleistungsanwendungen sollten nur mit gekürzten Flügeln arbeiten, wenn speziell die Endleistung die Vorgabe ist. Alle Garrett GT-Turbolader nutzen die moderneren ungekürzten Räder.

Korrigierter Luftstrom

Steht für die korrigierte Luftmasse, unter Beachtung des Luftdrucks und der Umgebungstemperatur

Leistungsparameter

Unter den Leistungsparametern versteht man die Effektivität des Laders unter Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten. Das ist einfach der Prozentsatz der Antriebsenergie, die in die Luftzufuhr umgewandelt wird. Für die Planung und Wahl eines Laders ist die Beachtung der erwarteten Stopfgrenze sehr wichtig.

Free-Float

Ein frei drehender Turbolader hat kein internes Wastegate. Deshalb können diese Lader Ihren Ladedruck nicht regulieren. Für Hochleistungsanwendungen sollte unbedingt ein externes Wastegate verbaut werden.

GT

Die Bezeichnung GT bezieht sich auf die neue Garrett´s Turbolader Serie. Alle GT-Turbos haben eine moderne Kompressor und Turbinen, Architektur und Aerodynamik und sind damit erheblich performanter als die älteren T2, T3, T3/T4 Serien. Die GT Lader sind langlebiger, haben mehr Leistung und entwickeln mehr Motorleistung als die älteren Produkte.

On-Center Turbinen-Gehäuse

On-Center Turbinen-Gehäuse sind die veralteten Turbinen-Gehäuse mit zentriert angebrachten Turbinen-Lufteinlass. Im Gegensatz dazu ist bei modernen Ladern der Einlass tangential angebracht. Ein On-Center Turbinen-Gehäuse reduziert die Leistung das Laders extrem. Das Turboloch wird größer, es gibt mehr Staudruck und die Volumenleistung des Motors ist geringer. Damit sinkt natürlich auch die Leistung des Motors. Diese Gehäuseform wird in keinem Garrett OEM Lader genutzt.

Verdichtung

Der Quotient aus dem Druck am Auslass geteilt durch den Druck am Einlass

Pumpgrenze

Die Pumpgrenze findet man auf der linken Seite des Kompressor-Kennfeldes. In diesem Bereich reißt der Luftstrom an den Schaufeln ab und es findet kein Durchsatz mehr statt. Der Turbo sollte so dimensioniert sein, dass die Pumpgrenze nicht unterschritten wird. Bleibt dieser Zustand länger bestehen, dann kann es zu Problemen am Gleitlager kommen.

Trim

Trim beschreibt sowohl das Turbinen-Rad, als auch das Kompressor-Rad. Es wird mit Hilfe des Durchmessers von Lufteinlass und Luftauslass berechnet. Je größer der Trim, desto mehr Luftdurchsatz hat das jeweilige Rad.

Wastegate

Ein Turbolader mit Wastegate hat intern eine Ladedruckbegrenzung verbaut. Diese besteht aus einer Unterdruckdose die eine Feder im Inneren des Turbinengehäuses steuert. Erreicht nun der Druck im Kompressor einen bestimmten Wert öffnet sich das Wastegate und damit kann der Turbolader seinen maximalen Druck „selber“ regulieren. Dadurch erreicht man eine bessere Haltbarkeit, ein kleineres Turboloch, schnelleres Ansprechverhalten und die Leistung wird einstellbar.